Club Graz, Steiermark - Chronik
Am 28. November 1958 wurde der Club Graz gegründet. Die feierliche Überreichung der Charter erfolgte durch
die damalige Europäische Föderationspräsidentin Elisabeth Hoerter (Schweiz). Nach der ersten SI-Gründung in
Wien im Jahre 1926 war dies die zweite Clubgründung und ermöglichte die gleichzeitige Unions-Gründung der
Soroptimist Clubs Österreich.
Damals hatte der Club 16 Mitglieder, derzeit sind es 37 Mitglieder.
Der Club Graz war Pate für die Gründungen Club Leoben (1975), Club Bruck/Mur (1977), Club Maribor (erster SI-Club in Slowenien, 1993) und Club Deutschlandsberg (2004).
Im Jahre 1970 wurde auch in Graz der erste "Venture Club" (Jugendclub von 18 bis 24 Jahre) Österreichs gegründet, der jedoch wie die folgenden Gründungen in Wien und Salzburg keinen Bestand hatte.
Bisherige Club-Präsidentinnen:
Dr. Trude Aldrian - Dr. Gertie von Kaan-Pakesch - Dr. Eleonore Buchner-Schmeidel - Univ.-Prof. Marianne Kroemer -
Erika Kirchner-Jungel - Ilse Schmidt-Oberhuber - Amely Pelikan - Hiltraut Ottawa - Lisbeth Bacher -
Inge Schwarz-Winkelhofer - Therese Fleischhacker - Dr. Inge Pocivavnik - Heide Schediwy - Dr. Liselotte Ilming -
Univ.-Prof. Dr. Doris Lang-Loidolt - Univ.-Prof. Dr. Grete Klingenstein-Walter - Dr. Gertrude Celedin - Mag. Sonja Kuss -
Univ.-Prof. Dr. Gabriele Ginter - Enja Schmid - Arch. Dipl.Ing Erika Lojen - Ingrid Marsoner-Pichler.
Überregionale Funktionen
Dr. Gertie Kaan von Pakesch war 1983/85 Föderationspräsidentin. Zum unvergesslichen Club-Ereignis wurde der Föderationskongress in Graz (1985), an dem ca. 500 Soroptimistinnen aus aller Welt teilnahmen.
Präsidentinnen der österreichischen Union waren: Edith Rendi, Dr. Gertie Kaan-Pakesch und Univ.-Prof. Marianne Kroemer. Dazu übernahmen Mitglieder des Club Graz eine beträchtliche Anzahl wichtiger Funktionen auf Unions- und Föderationsebene.
Gertie von Kaan-Pakesch gründete 1967 das alle zwei Jahre stattfindende, deutschsprachige "Drei-Länder-Treffen" (Deutschland, Schweiz, Österreich), das bis heute besteht. Sie war 1969 auch die Begründerin der "Unionsnachrichten", die jährlich zehnmal erschienen (seit 1996 zweimonatlich).
Auswahl an Aktivitäten und Projekten des Clubs
Auf Initiative des Clubs konnte im Jahre 1979 ein zum damaligen Zeitpunkt erstmaliges Pilotprojekt für Sonderschüler der St.Andrä-Schule in Graz verwirklicht werden. Übernahme der Patenschaft für ein Kind im SOS-Kinderdorf Stübing und mehr als 20 Jahre lang kostenloser Musikunterricht im Kinderdorf mit Spenden von Noten und Instrumenten. Clubschwestern setzten sich immer wieder für das Grazer Frauenhaus ein. Einer jungen Mutter mit 3 Kindern konnte bei der Wohnungssuche, der Möblierung und beim Wiedereinstieg in den Beruf geholfen werden. Zweimal organisierte der Club einen "Geschenksalon" im Palais Herberstein, mit dessen Erlös einmal die Erdbebenopfer in Friaul und zum anderen Mal ein internationales Projekt zum Jahr des Kindes unterstützt wurde. Obwohl vorwiegend Frauen und Kinder geholfen wird, erhielt nach dem Benefizkonzert von 1995 auch Vinzi-Help für das Haus Rosalie, Heimstelle für obdachlose Frauen, einen Geldbetrag.
Im Laufe der Jahre wurde an unterschiedlichen Aktivitäten wie Berufsberatungen oder Frauenmessen mit Vorträgen zu den Themen Gesundheit, Bildung und Frauenarbeit teilgenommen. Daneben fanden eine Sammlung von Weihnachtsgeschenken für vereinsamte Kinder auf der Stolzalpe oder Besuche von einsamen Patienten des Landeskrankenhauses statt. 1993 übermittelten die Grazer Sorores an zuständige Ministerien und Politiker ein Memorandum, um auf die signifikante Zunahme von verhaltensgestörten Kindern im Schulalltag aufmerksam zu machen.
Derzeitige Projekte
Projekt "Unterstützung hoch begabter GesangstudentInnen" aus wirtschaftlich schlechter gestellten Ländern, die an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Graz ihren letzten Schliff vor einer vielleicht internationalen Karriere erhalten. Es werden Deutschkurse bezahlt, Fahrten für Vorsingen und spontane Lebenshilfe gewährt. Persönliche Betreuung einiger Sorores, sowohl bezüglich Wohnunterkünfte wie auch mit Einladungen zum Essen. Dieses Projekt besteht seit 1990 und hat bisher 43 angehendene Künstler unterstützt.
Natasha Ushakova (Russland) ein Beispiel, hat eine internationale Karriere geschafft.
1999 Debüt an der Mailänder Scala als Maria "Mazeppa" von Tschaikowski unter der musikalischen Leitung von Mstislav Rostropovivh, als Donna Elvira
unter der Leitung von Riccardo Muti und als Mimi in "La Boheme"; Gastengagements am Mariinskij-Theater in St Petersburg. in Graz, an der Washington Opera;
an der Hamburgischen Staatsoper; am Teatro Colon Buenos Aires. im Bolschoi Theater Moskau. Es folgten Auftritte in Amsterdam, Klagenfurt. Hannover, Wien,
Triest, Baden-Baden, bei den Seefestspielen in Mörbisch; im BBC-Fernsehfilm The private life of Giuseppe Verdi und in der Traviata an der Wiener Staatsoper.
Das Projekt Musikstudenten unterstützt der Club Graz jährlich mit ca EUR 5000,--.
Die Einnahmen dafür werden durch die Veranstaltung eines jährlichen Benefizkonzertes mit unseren Studenten und dem jährlichen Adventbazar erreicht
Projekt "Haus Rosalie" , eine Notschlafstelle für inländische Frauen mit und ohne Kindern, die von der VinziHelp-Gemeinschaft "Frauen helfen Frauen"
geführt wird:
Weihnachten 2004 fragte Altbürgermeister Stingl bei den CS von Club Graz an, ob sie bei dem in Gründung begriffenen Haus behilflich sein könnten.
Gemeinsam mit der Unions-Vizepräsidentin Helga Papst wurden von allen steirischen SI-Clubs unterzeichnete Unterstützungsschreiben im Sinne von
"Bewusstmachen" an zuständige Landes- und Stadtpolitiker gesandt. Das Benefizkonzert im Juni 2005 war in erster Linie der Hausgründung gewidmet
und ein großer Erfolg. So konnte anlässlich der Ende Juni 2005 erfolgten Hauseröffnung ein Geldbetrag von EUR 5.000 überreicht werden.
Seit Bestehen des Hauses ab Juni 2005 fanden im "Haus Rosalie" pro Jahr durchnittlich 100 Frauen, davon 15 Kinder, ein vorübergehendes Zuhause.
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Haus beträgt 37 Tage.
42 ehrenamtliche MitarbeiterInnen leisten ca 8000 Arbeitsstunden pro Jahr.
Hilfe für den Wiedereinstieg in das soziale Leben wird angeboten.
- Das Haus Rosalie wird vom Club Graz jährlich mit ca EUR 4000,-- unterstützt
- Clubschwestern arbeiten ehrenamtlich im Haus mit
- Mitarbeit von Clubschwestern im erweiterten Vorstand von ViniziHelp
- Hilfe bei Veranstaltungen, wie Modenschauen, Vernissagen etc., um die finanzielle Absicherung des Hauses zu gewährleisten.
- Vom Club Leoben kommt Dr. Grete Schallaböck, FA für Nervenkrankheiten, monatlich zu einem Ordinationsnachmittag
- Dr. Ute Bayer, FA für Dermatologie und Expertin für Bachblüten, führt Beratungen durch
- Den Weihnachtsbaum und die Weihnachtsdekoration spendet der Club Gra
- Weihnachtsgeschenke werden vom Club Murau persönlich übergeben.
- Diverse Sachspenden, z.B. Teppiche für den Gemeinschaftsraum, zweiter Kühlschrank für die Küche, Essgruppe für betreutes Wohnen etc...